// Chronik Tennisabteilung Jesingen

Schon bald nach dem Zusammenschluss von von Kirchheim und Jesingen Mitte der 70er Jahre, begann die Stadtverwaltung Kirchheim mit der Planung des Sportzentrums Lehenäcker. In jenen Jahren fanden in vielen Gemeinden Neugründungen von Tennis-Clubs und Tennisabteilungen statt. Naheliegenderweise wurde seitens der Verwaltung solches auch für Jesingen vorgeschlagen. Beim TSV Jesingen fiel diese Anregung auf fruchtbaren Boden und eine Tennisabteilungsgründung wurde daraufhin vorbereitet. Ein erster Informationsabend für alle Tennisinteressierten fand schon am 16. Oktober 1976 statt. Aber von den ersten Planentwürfen bis zur Fertigstellung des Bebauungsplanes und der Beschlussfassung im Kirchheimer Stadtrat vergingen noch weitere 3 Jahre.

 

Für den 19. Juni 1979 lud der damalige TSV-Vorsitzende Gerhard Reppert zur Gründungsversammlung in die Gemeindehalle von Jesingen ein. Etwa 70 Interessenten waren dieser Einladung gefolgt. Nach dem Gründungsbeschluss wurde ein Dreier-Ausschuss zur Vorbereitung der ersten Tennis-Mitgliederversammlung für den 17. Juli 1979 gewählt. Dem Protokoll dieser Versammlung ist zu entnehmen, dass sich bereits 136 Interessenten eingetragen hatten. Doch trotz aller Begeisterung konnten die Positionen des Abteilungsleiters und seines Stellvertreters nicht besetzt werden. Man war sich aber in der Zielsetzung einig, den Sportbetrieb zur Saison 1980 aufzunehmen. Im Nachgang zu dieser 1. Mitgliederversammlung übernahmen Dieter Sigel die Abteilungsleitung und Herbert Joppien dessen Vertretung.

 

Die TSV Mitgliederversammlung am 25. Oktober 1979 bestätigte formal die Abteilungsgründung und erteilte der neuen Abteilung den Auftrag und die Vollmacht zu Errichtung und zum Unterhalt der Tennisanlage und eines Tennishauses in eigener Regie.

 

Zwischenzeitlich war die Zahl der Tennisinteressierten auf etwa 200 gestiegen, so dass für den Erstausbau 4 Plätze und ein kleines Tennishaus geplant wurden. Dies war eigentlich eine Riesenaufgabe für eine neue und mittellose Abteilung die eigentlich fast mutlos machen musste. Zu bedenken war nämlich, dass der Tennissport zu dieser Zeit zwar schon vom Elitärsport zum Volkssport mutiert war, die Erstellung, Finanzierung und Unterhaltung der gesamten Anlage aber Angelegenheit der Tennismitglieder selbst war und es auch heute noch ist.

 

Nachdem Aufgabe und Ziel formuliert waren, ging es mit viel Engagement an die Durchführung. Hierzu waren aber Organisatoren, Macher, zupackende Mitglieder und nicht zuletzt auch Sponsoren die unverzichtbare Voraussetzung. Das Organisationstalent war der Abteilungsleiter Dieter Sigel, und Rolf Kußmaul der Architekt. Die Abteilungsmitglieder Klaus Bezler und Erwin Bauer waren die perfekten Bauleiter. Über sie gab es auch den Zugang zu den benötigten Großmaschinen der Bauunternehmen Moll in Gruibingen und Waggershauser in Kirchheim. Die großen Baumaschinen standen aber nur an den Wochenenden zur Verfügung, was viele Tiefladertransporte erforderte. Hier half die Firma Fees aus Jesingen großzügig. Wertvolle Unterstützung erfuhr die junge Tennisabteilung auch durch die Jesinger Unternehmen Keller Lufttechnik und Emil Koser.

 

Die Bauarbeiten konnten schon Anfang Januar 1980 begonnen werden.

 

Die Bilder aus der Bauzeit sollen den großen Umfang der Bauarbeiten besser veranschaulichen. Mit schwerem Gerät wurden auf der Baustelle enorme Mengen von Erdreich bewegt. Gräben für die Be- und Entwässerung mussten ausgehoben werden und mit der notwendigen Technik ausgestattet werden. Der Untergrund  wurde mit Schotter aufgefüllt und musste verfestigt werden.

Die Umzäunung wurde errichtet - und und und ......

Mit vereinten Kräften wurden in Handarbeit die Flutlichtmasten für die Plätze 3 und 4 aufgerichtet und nach dem Einbringen der Asche konnte man sich schon an die Außenanlagen wagen. Für das Tennishäusle - einer Baubaracke - die noch zu diesem Zeitpunkt ihre Dienste im Neubaugebiet auf dem Schafhof versah, wurde der Kellerraum mit der erforderlichen Technik erstellt.

 

Die Baubaracke auf dem Schafhof wurde zerlegt, nach Jesingen verfrachtet und hier wieder aufgebaut. Das Tennishäusle war als Provisorium für wenige Jahre gedacht und sollte doch seinen Dienst ziemlich genau 20 Jahren versehen. Es hatte sich auch hier bewahrheitet - es hält nichts so lange wie ein Provisorium.

 

Zur Errichtung der Tennisanlage bleibt festzustellen, dass von der Auftragserteilung an die Tennisabteilung bis zur Inbetriebnahme der  Anlage nur 6 1/2 Monate vergingen.
Dies war eine grandiose Gemeinschaftsleistung, die allerhöchste Anerkennung verdient hat.

Die feierliche Eröffnung der Tennisanlage erfolgte am 11. Mai 1980. Unter den Klängen des Musikvereins von Jesingen und unter Anwesenheit des damaligen OB Herrn Werner Hauser, des Ortsvorstehers Herrn Erwin Junginger, der Vorstand des Stadtverbandes für Leibesübungen Herrn Harder, sowie vieler weiterer Ehrengäste wurde die Tennisanlage eingeweiht.

Nach einem ersten Ballwechsel zwischen dem Oberbürgermeister von Kirchheim unter Teck  Werner Hauser und dem Abteilungsleiter Dieter Sigel wurde die Anlage zum Spielbetrieb für die Mitglieder freigegeben.

 

Die gestiegene Mitgliederzahl auf ca. 250 erforderte jedoch 1983 die Erweiterung der bestehenden vier Tennisplätze um zwei weitere Plätze. Zwischen den Plätzen 4 und 5 wurde 1985 eine Ballwand für Übungszwecke errichtet.

Der etwas hektischen Anfangszeit folgten jetzt viele Jahre intensiver sportlicher Aktivitäten. Bei allem sportlichen Ehrgeiz wurde jedoch immer die gesellige Gemeinschaft nicht vernachlässigt.

Ein weiterer Höhepunkt im Leben der Tennisabteilung war der Bau des neuen Vereinsheimes. In den Jahren davor waren die notwendigen  Randbedingungen für die Ausübung des Tennissports in Jesingen keineswegs mehr befriedigend. Insbesondere der Sanitärbereich im alten, als Provisorium für wenige Jahre genehmigten und erstellten Tennishäusle entsprachen nicht mehr den Mindestanforderungen.Die Vorgeschichte des neuen TSV-Vereinsheims ist sehr lang. Schon in den 80er Jahren wurde dieses Thema in der TSV-Leitung immer wieder heiß und kontrovers diskutiert. Pläne wurden mehrfach erstellt und wieder verworfen. Zu unterschiedlich waren die Meinungen zu Aufgaben und Umfang eines solchen Hauses.
Ende der 80er kam Hoffnung auf. Es gab beim Gesamtverein akute Platzprobleme für die Lagerung von Material, Einrichtungen und Geräten. Eine Lösung musste also unter allen Umständen gefunden werden. Aber trotz dieses drängenden Hintergrundes führten alle Bemühungen nur dazu, daß der Berg kreißte, doch nur um einen kleinen Kompromiß zu gebären. Ohne Einigkeit über ein Gesamtkonzept wurde ein Geräteraumtrakt als erster Bauabschnitt beschlossen. Seine Fertigstellung erfolgte im Herbst 1990. Wie sich später erweisen sollte, war das ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
Schließlich und endlich konnte dann am 05. Juni 1997 in einer TSV-Mitgliederversammlung der Beschluss gefasst werden über das in der Zwischenzeit längst verwirklichte Vereinsheimvorhaben. Es beherbergt 2 Funktionseinheiten unter einem gemeinsamen Dach und wird so den Bedürfnissen des Gesamtvereins und der Tennisabteilung gerecht. Unter dem Abteilungsleiter der Tennisabteilung Willi Hadick wurde diese zweite Herausforderung für die Tennisabteilung geschultert. Es soll hier nicht unerwähnt bleiben, daß der damalige TSV-Vorstand Hermann Schnizler diesen Einigungsprozeß maßgeblich unterstützt hat.

Die dann einsetzende Zusammenarbeit von Gesamtverein, Tennisabteilung, Architekt Stolz aus Neidlingen und der Stadt Kirchheim war effektiv und vorbildlich. In ca. 11 Monaten waren alle Voraussetzungen für einen Baubeginn erfüllt - einschließlich der Sicherung der Finanzierung. Zu letzterem hat die Stadt Kirchheim dankenswerterweise durch Übernahme einer Darlehnbürgschaft die Voraussetzungen geschaffen.

Ende Mai 1998 wurde das alte Tennishäusle ausgeräumt und ein Behelfscontainer von der Firma Waggershauser bezogen. Gleich darauf rückte ein Abbruchkommando vom Golfclub Ohmden an, um die Baracke noch einmal als Provisorium für seinen jungen Club einzusetzen. Bis Mitte Juni 1998 war die Baustelle (Rohbauerstellung durch Bauunternehmen Hoyler aus Jesingen) eingerichtet und am 19. Juni erfolgte der offizielle erste Spatenstich. Das Richtfest wurde am 15. Oktober 1998 gefeiert.

Die Inbetriebnahme der Funktionseinheit Tennis durch die Tennisabteilung erfolgte bereits am 02. Juli 1999. Ein Jahr später, am 17. Juni 2000 folgte die offizielle Einweihungsfeier des Vereinsheims als Ganzes.

Unter der Leitung unseres damaligen Abteilungsleiters Willi Hadick wurde in der Bauphase von der Tennisabteilung und ihren Mitgliedern sehr viel geleistet. Durch die Tennismitglieder wurden nicht nur über 20TDM für das Bauvorhaben gespendet, sondern auch gut 4.500 Arbeitsstunden an Eigenleistung auf der Baustelle erbracht. Es hat alle Helfer mit Stolz erfüllt, gemeinschaftlich eine so große Aufgabe bewältigt zu haben.

Vom 23.-25.Juli 2004 feierte die Tennisabteilung ihr 25.-jähriges Jubiläum.

Der Rückblick auf die vergangenen Jahre von den Anfängen der Tennisabteilung in Jesingen bis heute läßt die Feststellung zu, daß sie in den entscheidenden Situationen sehr erfolgreich und in der Lage war, den größten Teil ihrer Mitglieder zu großem Einsatz zu motivieren.

Diese Chronik wurde durch die Mithilfe und mit Texten von Willi Hadick ermöglicht.

Die Originalbilder stammen aus dem Fundus von Reiner Klingmann.

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